SG Flensburg Handewitt


 

01-02-2010, Flensburg-Handewitt 

41:27  IM DERBY - SG A-JUGEND MIT DEUTLICHEM AUFWÄRTSTREND

 

SG Flensburg-Handewitt_logo_klein.jpgDie Zollinger-Jungs zeigten beim 41:27 (20:14) Derby-Sieg gegen den THW Kiel eine engagierte Vorstellung und präsentierten sich endlich wieder als geschlossene Einheit. Rückkehrer Lucas Lorenzen spielte bei seinem ersten Einsatz im Jahr 2010 groß auf und erzielte neun blitzsaubere Tore.

31.01.2010 22:46

Die SG A-Jugend trat in diesem brisanten Derby erkrankungsbedingt ohne den etatmäßigen Rechtsaußen Fabian Wünsch an. Darüber hinaus stellten sich mehrere Akteure – nach dem umkämpften Derby-Sieg mit dem Juniorteam gegen den DHK Flensborg am Freitag-Abend – in den Dienst der Mannschaft und bissen angeschlagen auf Zähne.

 

Schon in den ersten Minuten zeichnete sich ab, dass beide Kontrahenten verbissen in die Zweikämpfe gingen und eine gesunde Härte an den Tag legten. Die SG A-Jugend lag bis zur 15. Minute ständig knapp in Führung und hatte im Angriff keine großen Probleme gegen die Kieler Abwehr.

Allerdings zeigten sich auch die Jungzebras sehr spielfreudig und konnten immer wieder in der Kleingruppe über den agilen Kreisspieler T. Flindt Chancen herausspielen, die meist zu 7-Metern führten. Folge war ein ausgeglichenes Spiel bis zum 8:8. Eine nun etwas defensivere Ausrichtung in der Abwehrformation sollte dann das Pendel Richtung Heimmannschaft ausschlagen lassen.

Der THW biss sich zusehends die Zähne an der kompakten Flensburger Abwehr aus, wodurch die SG A-Jugend immer besser ins Tempospiel kam. Einige sehenswerte Pässe von Torhüter Paul Weidner nutzten Simon Hennig, Jannis Koellner und Co., um sich über 11:8, 16:11 auf 20:14 zur Halbzeit abzusetzen.

 

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Starkes Comeback - Lukas Lorenzen

 

In der 2. Halbzeit änderte sich nicht mehr viel am Bild. Bis zum 30:20 in der 45. Minute baute die Zollinger-Mannschaft den Vorsprung kontinuierlich aus. Die SG A-Jugend profitierte dabei auch von ihrer breit besetzten Bank, konnte sie doch die Belastung auf mehrere Schultern verteilen. Die im bisherigen Saisonverlauf sehr überzeugend auftretende Kieler Mannschaft steckte dabei nie auf und setzte gerade über den Kreis immer wieder gezielt Nadelstiche. Allerdings zeigten sich die SG-Akteure in der altehrwürdigen Wikinghalle von ihrer besseren Seite und nutzten immer wieder Kieler Fehler, um das eigene Tempospiel zu forcieren. Über 34:24 und 40:25 stand schlussendlich ein deutlicher 41:27 Derby-Sieg zu Buche, der auf Flensburger Seite viele zufriedene Gesichter hervorrief.

Demzufolge zeigte sich SG-Coach Zollinger auch vollauf zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Die Jungs waren heute sehr fokussiert. Nach der unnötigen Niederlage in Schwartau haben wir dem Druck heute standgehalten und als Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht.“ In der Tat lässt sich auf dieser Leistung aufbauen. Die SG A-Jugend will sich nun in den verbleibenden Spielen weitere Sicherheit für die Meisterrunde holen: „Mit dem Beginn der Meisterrunde in zwei Wochen geht die Saison dann richtig los“, blickt SG-Trainer Zollinger voller Vorfreude auf die anstehenden Herausforderungen.

 

SG Flensburg-Handewitt: Fries (bei einem 7-Meter), Weidner (1.-60.) – Lorenzen (9), Hennig (8), Blockus (6), Buschmann (6/3), Lipp (4), Koellner (3), Hoffmann (3/3), Meyer (1), Hansen (1), Dibbert, Ehlers, Hinrichs

THW Kiel: Döscher, Michelsen – Müller (9/5), Kreft (6), Lauenroth (5/2), Ottsen (2), Flindt (1), Schmid (1), Takan (1), Stahl (1), Krey (1), F. Schmidtke, S. Schmidtke, Wichmann

Zuschauer: 120

Schiedsrichter: Krüger/Schärff


 

17-01-2010, Flensburg-Handewitt 

VERPATZTER AUFTAKT INS SPORTJAHR 2010 - SG A-JUGEND MIT VERDIENTER NIEDERLAGE

 

SG Flensburg-Handewitt_logo_klein.jpgMit einer bitteren, weil völlig unnötigen 27:28 Niederlage im Gepäck reiste die SG A-Jugend vom VFL Bad Schwartau zurück in den hohen Norden. Die Zollinger-Jungs ließen dabei 45 Minuten alles vermissen, was einen souveränen Tabellenführer ausmacht und nehmen nun eine nicht eingeplante Hypothek mit in die Mitte Februar beginnende Meisterrunde.

Dabei reichte den hoch gehandelten und im bisherigen Saisonverlauf so enttäuschenden Schwartauern (kein Sieg gegen ein TOP 5-Team) eine homogene Mannschaftsleistung, um der SG A-Jugend von Beginn an Probleme zu bereiten.

„Meine Jungs haben die notwendige Einsatzbereitschaft, Präsenz auf dem Spielfeld und Einstellung in so einem Derby vermissen lassen." In der Tat präsentierte sich der sonst so starke SG-Rückraum – egal in welcher Konstellation – gegen die defensive Schwartauer Abwehrformation an diesem Tag viel zu statisch, strahlte kaum Torgefahr aus und setzte ungewöhnlich viele Bälle neben das Tor.

 

Auch die Kleingruppe mit den Kreisspielern fand nahezu nicht statt. Die SG-Abwehr stand zunächst grundsätzlich solide, brachte den Gastgeber oftmals an den Rand des Zeitspiels, kassierte dann aber insbesondere über die Außen-Positionen und aus Abprallern unnötige Gegentreffer.

Folgerichtig ging der Derby-Konkurrent mit einer 13:10 Führung in die Kabine, die insbesondere die schlechte Angriffsleistung der 1. Halbzeit untermauert.

 

In der Kabine appellierte SG-Coach Zollinger dann an das Einhalten der taktischen

Allein an der Umsetzung in der 2. Halbzeit haperte es. Eine frühe 4:6 Unterzahl spielte dem Gastgeber in die Karten, so dass Schwartau auf 15:10 davonzog und spürbar das „Momentum“ auf seiner Seite hatte.

 

Bei der SG A-Jugend fand sich in dieser vorentscheidenden Phase niemand, der seine Nebenleute mitzog und voranging. „Das ist das eigentlich Enttäuschende! Wir haben viele Spieler in der Mannschaft, die Deutscher Meister, NOHV-Meister etc. geworden sind und

Marschroute und mehr Disziplin im Angriffsspiel.

einige „Schlachten“ geschlagen haben, aber an diesem Tag die Verantwortung nur weitergaben und mehr mit sich selbst zu tun hatten“, monierte SG-Coach Zollinger. Bis zur 45. Minute brach die SG A-Jugend dann komplett ein.

 

Schwartau nutzte die Flensburger Unzulänglichkeiten und zog über 18:12 und 23:17 scheinbar uneinholbar auf 26:19 in der 50. Minute davon. Dann endlich stemmten sich die Zollinger-Jungs gegen die derbe Klatsche. Auf einmal stand nun doch eine Mannschaft auf dem Feld, die miteinander kämpfte und endlich Emotionen zeigte. Innerhalb von 10 Minuten kippte das „Momentum“ auf die Flensburger Seite und der Gastgeber wackelte.

 

Ein 6:0-Zwischenspurt führte zum 25:26 Anschlusstreffer, 30 Sekunden vor dem Ende konnte sogar der 27:27 Ausgleich erzielt werden. Doch der Gastgeber spielte mit Glück und Geschick die verbleibenden Sekunden runter und bekam 5 Sekunden vor dem Abpfiff ein zweifelhaften 7-Meter zugesprochen, der zum viel umjubelten 28:27-Siegtreffer führte.

„Der Sieg des VFL Bad Schwartau an diesem Tag ist absolut verdient“, gratulierte

SG-Coach Zollinger.

„Zehn Minuten Normalform reichen in einem Derby nun mal nicht, um siegreich vom Parkett zu gehen. Wir sind ein paar Mal knapp an einem Punktverlust oder einer Niederlage vorbeigeschrammt und waren jetzt einmal fällig“.

 

Die SG A-Jugend muss nun in den verbleibenden Spielen der Hinrunde tunlichst weitere Ausrutscher vermeiden, um im Kampf um die NOHV-Meisterschaft in der Meisterrunde nicht ins Hintertreffen zu gelangen. „Vielleicht war diese Niederlage zu diesem Zeitpunkt durchaus lehrreich, denn sie zeigt allen Spielern schonungslos auf, dass sie sich viel mehr einbringen müssen und Verantwortung für die gesamte Mannschaft übernehmen müssen“.

 

Noch ist für die SG A-Jugend nach wie vor nichts verloren, allerdings stehen die Zollinger-Jungs nun – unnötigerweise – viel mehr in der Pflicht, da sie einen Punkte-Vorteil fahrlässig weggeworfen haben.

VFL Bad Schwartau: Folchert, Schatton - Reiter (6/3), Zeschke (5), König (4), Meiners (3), Liedtke (3), Dombrowski (3), Hansen (3), Heidtkamp (1), Wiets, Lieweke, Gnewuch, Karschny,

SG Flensburg-Handewitt: Fries (35.-50.), Weidner (1.-35., 50.-60.) - Blockus (5), Dibbert (5/3), Hennig (4), Wünsch (3), Buschmann (3), Ehlers (2), Lipp (2), Meyer (1), Koellner (1), Hinrichs (1), Hansen, Hoffman

Zuschauer: 80

Schiedrichter: Blunck/Pries

 


 

06-01-2010 Ki, Flensburg-Handewitt

EM-VORBEREITUNG: SCHWEDEN LÄSST NORWEGEN DEN VORTRITT

 

SG Flensburg-Handewitt_logo_klein.jpgDas I-Tüpfelchen fehlte. Im letzten Spiel des Myresjöhus-Cups mussten die bis dahin ungeschlagenen Schweden dem Nachbarn aus Norwegen mit 20:24 (10:15) den Vortritt lassen. „Torhüter und Verteidigung haben insgesamt eine gute Leistung geboten, im Angriff fanden wir aber nicht unsere Linie“, bilanzierte Nationalcoach Ola Lindgren. So gab es in Nyköping auch nur ein „SG-Tor“, das Oscar 

Carlén erzielte.

Erstmals zum Einsatz kam Torhüter Johan Sjöstrand, der gut anfing, dann aber nachließ und von Mattias Andersson (Großwallstadt) abgelöst wurde.
In den beiden vorangegangenen Partien hatte Dan Beutler zusammen mit Mattias Andersson das schwedische Keeper-Gespann gebildet. Zum Auftakt gegen Ägypten entschärfte der SG-Schlussmann in den ersten 30 Minuten zehn Würfe.

Am Ende stand in Örebro ein 32:23-Erfolg. Oscar Carlén traf drei Mal. Tobias Karlsson erzielte zwei Treffer und wurde zum besten Akteur des Spiels gekürt. Diese Ehre wurde beim 30:20-Sieg gegen die Slowakei Dan Beutler zuteil, der im zweiten Durchgang ein sicherer Rückhalt war. Oscar Carlén sorgte in Eskilstuna mit vier Toren für Furore. Am Freitag folgt der nächste Test für Schweden. Dann geht es gegen Portugal.

 

02-01-2010 Ki, Flensburg-Handewitt 

EUROPAMEISTERSCHAFT: DER FAHRPLAN NACH WIEN

 

SG Flensburg-Handewitt_logo_klein.jpgMichael Knudsen, der Kreisläufer der SG Flensburg-Handewitt, erinnert sich gerne an die Geschehnisse von vor zwei Jahren. Manchmal kommen ihm diese immer noch wie ein Traum vor. Wie die dänische Nationalmannschaft im Endspiel der letzten Europameisterschaft Kroatien mit 24:20 schlug. Wie sich die Rückreise aus Norwegen in einen einzigartigen Triumphzug verwandelte und in einem riesigen Empfang in Kopenhagen mündete. Dänemark ist Europameister 2008, geht als Titelverteidiger in das EM-Turnier, das vom 19. bis zum 31. Januar in Österreich steigt. Vielleicht buhlen die Skandinavier am letzten Tag des Großereignisses in der Wiener Stadthalle wieder um die europäische Handball-Krone.

Allzu günstig verliefen die letzten Monate aus dänischer Sicht allerdings nicht. Nach der Weltmeisterschaft trafen sich die Europameister nur beim Supercup Ende Oktober. Im Sommer fiel ein Lehrgang kurzfristig aus, weil sich Verband und die Spieler bei der Prämien-Regelung verkracht hatten. Inzwischen ist das Problem gelöst. Michael Knudsen sieht es nicht als Nachteil, dass das dänische Team in 2009 so wenig zusammengespielt hat. „Wir hatten keinen Umbruch und brauchen deshalb nur kurze Zeit, um uns einzuspielen“, sagt er. „Ein Vorteil ist, dass wir mit mehr Geist und Motivation zu Werke gehen, als wenn wir häufig gespielt hätten.“
Der dänische Nationaltrainer Ulrik Wilbek versammelt seine Truppe ab Montag in Aalborg zur Vorbereitung. Vom 8. bis 10. Januar steht ein Vier-Länder-Turnier gegen Norwegen, Slowenien und Tschechien auf dem Programm. 

In Österreich bestreitet der Titelverteidiger das Auftakt-Match gegen den Gastgeber aus der Alpenrepublik. Serbien und Island sind die beiden anderen Gegner in der Gruppe B.

Zum isländischen Team zählt auch Alexander Pettersson. Der SG-Rechtsaußen ist guter Dinge. „Wir hatten Glück bei der Auslosung, alle Mannschaften sind schlagbar“, sagt er. „Wenn wir aus den Gruppenspielen mindestens zwei Punkte mit in die Hauptrunde nehmen, können wir sehr weit kommen.“ Seinen Optimismus nährt die Tatsache, dass die Handballer aus dem Nordatlantik fast mit dem gleichen Team antreten wie beim Silbermedaillen-Coup 2008 in Peking. Sogar Routinier Olafur Stefansson meldete sich zurück.
Am Montag beginnt die Vorbereitung auf Island. Zunächst stehen zwei Testspiele gegen Portugal an. Dann geht es nach Deutschland. Am nächsten Samstag in Nürnberg und am nächsten Sonntag in Regensburg treffen die Nordländer auf die DHB-Auswahl. Vor dem Eintreffen in Österreich nimmt die isländische Auswahl an einem Turnier in Paris (16./17. Januar) teil, an dem neben Gastgeber Frankreich auch Spanien und Brasilien teilnehmen.
Schweden geht in der Gruppe C an den Start – und mit mindestens vier SG-Akteuren. Oscar Carlén, Tobias Karlsson sowie die Torhüter Johan Sjöstrand und Dan Beutler gelten als gesetzt. Auch Patrik Fahlgren macht sich nach seinen zuletzt guten Leistungen noch Hoffnungen, auf den EM-Zug zu springen, obwohl er beim Supercup nicht zum Drei-Kronen-Team gehörte.

Allerdings haben die schwedischen Trainer Ola

Lindgren und Staffan Olsson den Spielmacher auch nicht für die Testspiele gegen Ägypten (Sonntag), Slowakei (Montag), Norwegen (Dienstag) und zwei Mal Portugal (Freitag und Samstag) nominiert.

"Unsere Gegner bei der EM spielen auf einem ähnlichen Niveau wie wir", glaubt Abwehrchef Tobias Karlsson. „Wir müssen schon kämpfen, um in die nächste Runde zu gelangen.“ In der Gruppe C treffen die Schweden auf Slowenien, Polen und Deutschland. Für die Hauptrunde werden zwei Sechser-Staffeln gebildet. Die besten vier Mannschaften erreichen das Halbfinale.







30-12-2009 Zita Newerla, Flensburg-Handewitt


MAX Lipp: Der "15. Spieler"

Max Lipp hat sein Debüt in der Bundesliga-Mannschaft gefeiert. Die Redaktion sprach mit dem 17-Jährigen.

 

SG Flensburg-Handewitt_logo_klein.jpgVor einem halben Jahr war dein größter Traum zusammen mit den Profis in die Campushalle einzulaufen. Inzwischen ist dieser Traum in Erfüllung gegangen.
Max Lipp: Bereits in der Vorbereitung war ich mit der Mannschaft mit. Es waren sehr interessante drei Wochen im Sommer. Ich durfte bei den Testspielen mitspielen, bei den Trainingseinheiten mitmachen und im Wald mitlaufen... Wobei die Waldläufe am wenigsten Spaß machen. (lacht)

Gehörst du schon richtig dazu?
Max Lipp: Das würde ich noch nicht sagen. Unser Trainer Per Carlén bezeichnet mich als 15. Spieler. Mit der Rolle bin ich ganz zufrieden. Eigentlich spiele ich parallel bei drei Mannschaften. Bei der SG-Zweiten, bei der A-Jugend und ab und zu bei den Profis. Ein bisschen überall und nirgendwo. (lacht)

Die Profis betrachten dich aber als ein Teil ihres Teams...
Max Lipp: Dieses Gefühl hatte ich zum ersten Mal, als Oscar Carlén von den drei Deutschen in der Mannschaft gesprochen hat. Es war eine ganz einfache Situation: Im Bus sollte man entscheiden, auf welcher Sprache ein Film geschaut wird. Er sagte total selbstverständlich: „Wir haben drei Deutsche!“ Das war „mein“ Moment, ab dann hatte ich das Gefühl, dass sie

mich alle in ihrem Team sehen.

Inzwischen hast du auch eine feste Trikotnummer. Die Nummer 2 wie damals Glenn Solberg.
Max Lipp: Das macht mich auch sehr stolz. Glenn ist mein Vorbild, an seine Art zu spielen orientiere ich mich immer noch. Wenn ich bedenke, dass er vor fünf Jahren im gleichen Trikot gespielt hat, dann freue ich mich natürlich doppelt!

Du sprichst von drei Teams, es wäre da aber noch die Junioren-Nationalmannschaft. Nationalmannschaft versus SG. Was macht mehr Spaß? Kann man das überhaupt vergleichen?
Max Lipp: Der Vergleich ist schwer. In der Jugend-Nationalmannschaft spiele ich mit gleichaltrigen, die auch ähnliche Erfahrungen haben wie ich. Bei den SG-Profis sitze ich mit Weltmeistern, Europameistern und Olympioniken auf einer Bank. Unser Trainer allein hat so viele Medaillen... Ich kann hier so wahnsinnig viel lernen! Das sind noch andere Dimensionen für mich.

Genauso wichtig wie eine feste Trikot-Nummer ist ein fester Platz im Bus und in der Kabine...
Max Lipp: Im Bus sitze ich direkt hinter dem Trainer. Als ich zum ersten Mal mitgefahren bin, war dieser Platz frei. Aber wenn ich demnächst öfter mitfahren darf, dann hätte ich gerne einen Platz mehr im „Mittelfeld“.

Wieso?

Max Lipp: Bei längeren Auswärtsfahrten werden die Sitze zu Betten umgebaut. Dann müsste ich mein „Bett“ nicht mit dem Trainer teilen. (lacht)

Das ist eigentlich auch ein lustiges Saisonziel...
Max Lipp: Stimmt! Außerdem sitze ich in der Kabine da, wo es gerade frei ist. Da warte ich meistens, bis alle drin sind und pflanze mich dann spontan irgendwo hin. Ein fester Platz in der Kabine wäre auch schön! (lacht)

Dein letzter „Traum“, zusammen mit den Profis in die Campushalle einzulaufen, hat sich in einigen Monaten erfüllt. Wie lange gibst du dir Zeit für die „Platzwünsche“?
Max Lipp: Oh... Hier muss ich die Zeitspanne etwas länger schlagen. Aber es dauert hoffentlich nicht all zu lange!