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Mit einer bitteren, weil völlig unnötigen 27:28 Niederlage im Gepäck reiste die SG A-Jugend vom VFL Bad Schwartau zurück in den hohen Norden. Die Zollinger-Jungs ließen dabei 45 Minuten alles vermissen, was einen souveränen Tabellenführer ausmacht und nehmen nun eine nicht eingeplante Hypothek mit in die Mitte Februar beginnende Meisterrunde. Dabei reichte den hoch gehandelten und im bisherigen Saisonverlauf so enttäuschenden Schwartauern (kein Sieg gegen ein TOP 5-Team) eine homogene Mannschaftsleistung, um der SG A-Jugend von Beginn an Probleme zu bereiten.
„Meine Jungs haben die notwendige Einsatzbereitschaft, Präsenz auf dem Spielfeld und Einstellung in so einem Derby vermissen lassen." In der Tat präsentierte sich der sonst so starke SG-Rückraum – egal in welcher Konstellation – gegen die defensive Schwartauer Abwehrformation an diesem Tag viel zu statisch, strahlte kaum Torgefahr aus und setzte ungewöhnlich viele Bälle neben das Tor.
Auch die Kleingruppe mit den Kreisspielern fand nahezu nicht statt. Die SG-Abwehr stand zunächst grundsätzlich solide, brachte den Gastgeber oftmals an den Rand des Zeitspiels, kassierte dann aber insbesondere über die Außen-Positionen und aus Abprallern unnötige Gegentreffer.
Folgerichtig ging der Derby-Konkurrent mit einer 13:10 Führung in die Kabine, die insbesondere die schlechte Angriffsleistung der 1. Halbzeit untermauert.
In der Kabine appellierte SG-Coach Zollinger dann an das Einhalten der taktischen
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Allein an der Umsetzung in der 2. Halbzeit haperte es. Eine frühe 4:6 Unterzahl spielte dem Gastgeber in die Karten, so dass Schwartau auf 15:10 davonzog und spürbar das „Momentum“ auf seiner Seite hatte.
Bei der SG A-Jugend fand sich in dieser vorentscheidenden Phase niemand, der seine Nebenleute mitzog und voranging. „Das ist das eigentlich Enttäuschende! Wir haben viele Spieler in der Mannschaft, die Deutscher Meister, NOHV-Meister etc. geworden sind und
Marschroute und mehr Disziplin im Angriffsspiel.
einige „Schlachten“ geschlagen haben, aber an diesem Tag die Verantwortung nur weitergaben und mehr mit sich selbst zu tun hatten“, monierte SG-Coach Zollinger. Bis zur 45. Minute brach die SG A-Jugend dann komplett ein.
Schwartau nutzte die Flensburger Unzulänglichkeiten und zog über 18:12 und 23:17 scheinbar uneinholbar auf 26:19 in der 50. Minute davon. Dann endlich stemmten sich die Zollinger-Jungs gegen die derbe Klatsche. Auf einmal stand nun doch eine Mannschaft auf dem Feld, die miteinander kämpfte und endlich Emotionen zeigte. Innerhalb von 10 Minuten kippte das „Momentum“ auf die Flensburger Seite und der Gastgeber wackelte.
Ein 6:0-Zwischenspurt führte zum 25:26 Anschlusstreffer, 30 Sekunden vor dem Ende konnte sogar der 27:27 Ausgleich erzielt werden. Doch der Gastgeber spielte mit Glück und Geschick die verbleibenden Sekunden runter und bekam 5 Sekunden vor dem Abpfiff ein zweifelhaften 7-Meter zugesprochen, der zum viel umjubelten 28:27-Siegtreffer führte.
„Der Sieg des VFL Bad Schwartau an diesem Tag ist absolut verdient“, gratulierte
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SG-Coach Zollinger.
„Zehn Minuten Normalform reichen in einem Derby nun mal nicht, um siegreich vom Parkett zu gehen. Wir sind ein paar Mal knapp an einem Punktverlust oder einer Niederlage vorbeigeschrammt und waren jetzt einmal fällig“.
Die SG A-Jugend muss nun in den verbleibenden Spielen der Hinrunde tunlichst weitere Ausrutscher vermeiden, um im Kampf um die NOHV-Meisterschaft in der Meisterrunde nicht ins Hintertreffen zu gelangen. „Vielleicht war diese Niederlage zu diesem Zeitpunkt durchaus lehrreich, denn sie zeigt allen Spielern schonungslos auf, dass sie sich viel mehr einbringen müssen und Verantwortung für die gesamte Mannschaft übernehmen müssen“.
Noch ist für die SG A-Jugend nach wie vor nichts verloren, allerdings stehen die Zollinger-Jungs nun – unnötigerweise – viel mehr in der Pflicht, da sie einen Punkte-Vorteil fahrlässig weggeworfen haben.
VFL Bad Schwartau: Folchert, Schatton - Reiter (6/3), Zeschke (5), König (4), Meiners (3), Liedtke (3), Dombrowski (3), Hansen (3), Heidtkamp (1), Wiets, Lieweke, Gnewuch, Karschny,
SG Flensburg-Handewitt: Fries (35.-50.), Weidner (1.-35., 50.-60.) - Blockus (5), Dibbert (5/3), Hennig (4), Wünsch (3), Buschmann (3), Ehlers (2), Lipp (2), Meyer (1), Koellner (1), Hinrichs (1), Hansen, Hoffman
Zuschauer: 80
Schiedrichter: Blunck/Pries
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